Mittwoch, 17.10.2018 16:21 Uhr

Rekordergebnisse auf der EXPO REAL 2018

Verantwortlicher Autor: Messe München / Michael Settele München, 12.10.2018, 15:58 Uhr
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Nach der Expo ist vor der Expo
Nach der Expo ist vor der Expo  Bild: © Messe München

München [ENA] 2.095 Unternehmen, Städte und Regionen stellten aus (2017: 2.003) - Teilnehmerzahl um 6,6 Prozent auf 44.536 gesteigert - Trendthemen: Risiken, bezahlbares Wohnen, digitaler Aufbruch - Der Immobilienwirtschaft geht es gut. Zum wiederholten Mal in Folge wachsen die Umsätze und Gewinne.

In Deutschland liegt das Transaktionsvolumen gewerblich genutzter Immobilien 2018 nach neun Monaten mit 42 Milliarden Euro um 8 Prozent über dem Vorjahresniveau (Quelle: JLL). Die EXPO REAL, Europas führende Plattform für Immobilien und Investitionen, spiegelt den Boom wider. „Die EXPO REAL 2018 reflektiert den Boom in der Immobilienwirtschaft und stellt einen neuen Rekord auf: 2095 internationale Unternehmen, Städte und Regionen stellten aus, 2017 waren es 2.003“, berichtet Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe München. Den größten Länderzuwachs gab es aus Großbritannien und Nordirland, die Ausstellerzahl stieg hier um 16 auf 47. Die Teilnehmerzahl der Messe stieg um 6,6 Prozent auf 44.536.

Darunter Bürgermeister und CEOs aus zwei Dutzend europäischen Städten, die urbane Entwicklung diskutierten. Insgesamt waren rund 100 Stadtoberhäupter und Regierungsvertreter vor Ort. Zudem haben im Real Estate Innovation Forum „zahlreiche Startups Kooperationspartner und Investoren gefunden“, erklärt Dittrich. Zu den Neuausstellern zählten große Investoren und Assetmanager wie Aviva Investors, aber auch Standorte wie Sofia oder Liverpool. Zentrale Messethemen waren Chancen und Risiken zehn Jahre nach der Finanzkrise sowie globale Investments in der aktuellen Phase des Zyklus. John O`Driscoll, European Head of Transactions bei AXA IM - Real Assets, sagte: „Das auf Sachwerte abzielende institutionelle Kapital steigt an.

Branche fordert Neustart für bezahlbares Wohnen

Ob im Konferenzprogramm oder bei Ausstellerveranstaltungen: Die Branche diskutierte intensiv, wie bezahlbares Wohnen realisiert werden kann. Gunter Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, erklärte auf der Messe: „Mit einem gemeinsamen Maßnahmenpaket von Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden müssen wir die soziale Frage angehen. 1,5 Millionen Wohnungen wollen wir in dieser Legislaturperiode neu bauen, durch steuerliche Anreize und bezahlbares Bauen. Denn nur bezahlbares Bauen ermöglicht auch bezahlbares Wohnen.“ Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbands IVD, dazu: „Wir brauchen einen Neustart für mehr Neubau, mehr Eigentumsbildung und weniger Vorschriften.“

Smart und digital

Die Immobilienbranche befindet sich bei der digitalen Transformation im Aufbruch. Im Real Estate Innovation Forum präsentierten sich mehr als 60 junge Technologieunternehmen. Im Konferenzprogramm zeigte unter anderem Coen van Oostrom, Gründer und CEO von EDGE Technologies, auf, dass Big Data „individualisierte, smarte Gebäude ermöglicht, die von datenbasierten Entscheidungen und vorhersagbaren Verhaltensmustern profitieren“. Die Digitalisierung war überall auf der Messe Thema, so diskutierte der Handel auf der Grand Plaza, wie er Kunden online wie offline ansprechen kann, die Logistik, wie sie „die letzte Meile“ bewältigt und der Hotelbereich, wie die Barrieren zwischen Hotel-Immobilie und Hotel-Operations bröckeln.

Die EXPO REAL 2018 in Zahlen

44.536 Teilnehmer aus 72 Ländern (2017: 41.775 / 75) kamen zur EXPO REAL nach München, ein Plus von 6,6 Prozent. Die Gesamtteilnehmerzahl unterteilte sich in 21.692 Fachbesucher (2017: 20.016) und 22.844 Unternehmensrepräsentanten (2017: 21.579). Die Top Ten-Besucherländer waren nach Deutschland: Großbritannien und Nordirland, die Niederlande, Österreich, Polen, die Schweiz, Frankreich, die Tschechische Republik, Luxemburg, die USA und Spanien. Die 2.095 Aussteller (plus 4,6 Prozent gegenüber 2.003 in 2017) kamen aus 41 Ländern. Die Top Ten-Ausstellerländer waren neben Deutschland: Österreich, Niederlande, die Schweiz, Großbritannien und Nordirland (Zuwachs hier um 16 auf 47), Polen, Rumänien, Frankreich, Luxemburg, Ungarn und die USA.

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