Beethovenfest Bonn im Humboldt Forum
Berlin [ENA] Das renommierte Beethovenfest Bonn ist am 12. September 2025 erstmals mit dem Campus-Konzert zu Gast im Humboldt Forum und bringt junge Musiker*innen aus Nigeria und Deutschland zusammen. Campus-Projekt von Beethovenfest und Deutscher Welle: beethovenfest.de/de/campus-projekt
Im Rahmen des Campus-Projektes, dem internationalen Nachwuchsprojekt von Beethovenfest Bonn und Deutscher Welle, sowie in Kooperation mit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss spielen sie Werke von Ludwig van Beethoven, Olufęlá Şowándé, Cassie Kinoshi, Mauricio Kagel in diversen Bearbeitungen – sowie traditionelle und neue Lieder aus Nigeria und Deutschland. Seit seiner Gründung 2001 bringt das Campus-Projekt junge Musiker*innen aus Deutschland mit Musiker*innen aus einem Gastland in Kontakt und Austausch, um Spieltechniken, Hörgewohnheiten und Herangehensweisen zu überprüfen und zu fördern.
Dabei steht stets ein zentrales Werk Beethovens auf dem Programm, das durch Werke mit Bezug zum Gastland ungewöhnlich beleuchtet, gebrochen oder ergänzt wird. Das Symphonieorchester der Nationalen Musikakademie der Ukraine machte 2001 den Anfang. In den folgenden Jahren kamen Musiker*innen aus Ländern wie Brasilien, Vietnam, Irak, Südafrika, Indien oder Mexiko hinzu. Die Deutsche Welle ist seit Beginn des Campus-Projektes an seiner Entwicklung beteiligt.
Der Deutsche Auslandssender sucht jährlich das Partnerland aus, vergibt den Kompositionsauftrag und entwickelt das Programm gemeinsam mit dem Beethovenfest. Außerdem wird das gesamte Projekt dokumentarisch von der DW begleitet und die Campuskonzerte über den Youtube-Kanal DW Classical in alle Welt übertragen. Das Campus-Projekt legt in diesem Jahr den Fokus auf Nigeria. Lagos, die Hauptstadt des Landes, macht derzeit eine rasante Entwicklung durch, hat ein pulsierendes Musikleben und gilt als inoffizielle Kulturhauptstadt Afrikas. Das Land im Umbruch ist der passende Begegnungsort für ein Festival, das sich im Angesicht der zahlreichen weltweiten Veränderungen das Jahresmotto Alles Ultra gegeben hat.
Junge Musiker*innen des Gastlands kommen in Lagos und Bonn mit Mitgliedern des Bundesjugendorchesters für intensive Probenphasen zusammen. Unter der künstlerischen Leitung der Afrobeat-Band BANTU erarbeiten sie eigene Musik für ein kulturübergreifendes Konzert, in dem Beethoven auf nigerianische Musiktradition und aktuelle musikalische Strömungen der Popkultur im Land trifft. Adé Bantu, musikalischer Kopf der diesjährigen Campus-Ausgabe und bekannt für music with a message, lässt das Ensemble eigene Songs spielen. Dazu arrangiert er deutsche und nigerianische traditionelle Lieder und ein Meisterwerk nigerianischer Klassik von Olufęlá Şowándé.
Mit odò (Fluss) liefert die nigerianisch-britische Komponistin Cassie Kinoshi eine Hommage an die Yorùbá-Kultur Nigerias, das Werk entstand im Auftrag der Deutschen Welle. Und zwischendrin blitzt die Egmont-Ouvertüre auf – Beethovens universelle Botschaft für Freiheit und den Widerstand gegen jegliche Tyrannei. Das Beethovenfest Bonn gehört zu den größten und innovativsten Klassikfestivals in Deutschland. Das Festival möchte den Geist des jungen, progressiven und zugewandten Beethoven weitertragen und ein Umfeld für Künstler*innen schaffen, Beethovens Werk im 21. Jahrhundert erlebbar zu machen.
Die Deutsche Welle ist seit Beginn des Campus-Projektes im Jahr 2001 an seiner Entwicklung beteiligt. Die ethnologischen Sammlungen und insbesondere die 2022 nach Nigeria rückübertragenen Benin-Bronzen bilden die inhaltliche Verbindung zwischen dem diesjährigen Campus-Konzert und dem Humboldt Forum. Die Kooperation mit dem Beethovenfest Bonn und der Deutschen Welle bereichern das Programm der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss zur Geschichte und Gegenwart des westafrikanischen Staates.
Programm: Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu »Egmont« in Ausschnitten, arr. von Josef Bach BANTU: »Ten Times Backwards«, »Cash and Carry« & »We No Go Gree« arr. von Isaiah Oladele Yorùbá Traditional: »Omo to moya re loju«, arr. von Josef Bach Deutsches Traditional: »Die Gedanken sind frei«, arr. von Isaiah Oladele Olufęlá Şowándé: »Nostalgia« & »Akinla« aus »African Suite« Fela Kuti: »Colonial Mentality« Mauricio Kagel: IV. Vivace, V. Moderato & X. Allegro aus »10 Marches to Miss the Victory« Cassie Kinoshi: »odò« (Uraufführung, DW-Kompositionsauftrag) BANTU: »Yeye Theory« & »Disrupt The Programme«, arr. von Isaiah Oladele




















































