Frühlingsfest im Humboldt Forum
Berlin [ENA] Unter dem Titel Nouruz, Newroz, Nauroz laden sechs Berliner Communities sowie die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss zu einem großen kulturenübergreifenden Neujahrs- und Frühlingsfest am Samstag, den 21. März 2026, ein. Informationen unter: https://www.humboldtforum.org/de
Nouruz – oder auch Newroz, Nauroz oder Navruz – steht für Erneuerung, den Beginn des Frühlings und die Rückkehr des Lichts. Das Programm im Humboldt Forum verbindet Musik, Tanz, Kulinarik, Workshops sowie Marktangebote und ist kostenfrei. Seit mehr als 3000 Jahren markiert Nouruz den Beginn des Frühlings. Gefeiert wird es zur Tag-und-Nacht-Gleiche am 20. oder 21. März. Der Name bedeutet „Neuer Tag“ und steht traditionell für Erneuerung, das Erwachen der Natur und die Rückkehr des Lichts.
Weltweit begehen rund 300 Millionen Menschen Nouruz entlang der Seidenstraße, darunter Iraner*innen, Afghan*innen, Kurd*innen, Aserbaidschaner*innen, Kurd*innen, Tadschik*innen, Turkmen*innen, Usbek*innen sowie Menschen in Südosteuropa und im Kaukasus. Manche schreiben Nouruz zusätzliche Bedeutungen zu, wie beispielsweise die Kurd*innen Widerstand, die Iraner*innen Neujahr und die Turkemen*innen den Beginn des landwirtschaftlichen Jahres. Das Familienfest steht für das Verbindende der Kulturen und gehört seit 2009 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. 2010 haben die Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Nouruz-Tag erklärt.
Nouruz knüpft an die Sammlungen und Präsentationen zu kulturellen Traditionen, Festen und Alltagspraktiken im Humboldt Forum an, insbesondere an die Sammlungen des Museums für Asiatische Kunst und des Ethnologischen Museums. Für das Fest im Humboldt Forum haben sechs Berliner Vereine und engagierte Einzelpersonen fast ein Jahr lang zusammengearbeitet, Ideen entwickelt und gemeinsam das Programm gestaltet. Damit ist es eines der Feste und Festivals des Programmschwerpunkts Beziehungsweise Familie.
Programm
Mit Musik sind dabei, der Sänger Cengîz Yazgî, die Gruppe Orkèstar mit Parham Alizadeh, das transkulturelle Ensemble Tschiltan und das Ensemble Milliy meros der staatlichen usbekischen Philharmonie unter der Leitung von Dilfuza Qobilova. Auch die gefeierte afghanische Sängerin Wajiha mit Farid Rastagar und die Großmeister Ramin Saqizada und Feraidon Hashemi treten auf.
Tanz -Kreativprogramm für alle
Tanzgruppen präsentieren traditionelle und zeitgenössische Formen, darunter kurdische Tänze von GovendaKI, Choreografien aus dem persischen Raum von Rahaavi sowie Tänze aus Afghanistan von der Gruppe HEWAD. Selbst aktiv werden kann man im Tanzworkshop zu einem zentralasiatischen Tanz von Choreografin Malika Khaidarova. Mitmachformate verbinden Kunst, Geschichten und gemeinsames Gestalten. Für junge und ältere Besucher*innen gibt es zahlreiche Angebote zum Mitmachen – vom Drachenbauen (afghanisch und usbekisch) oder Eierbemalen über Hennamalen, Zöpfeflechten bis hin zum Blumenkränzebinden.
Ein Highlight ist der Papier-Figuren-Workshop Nowruz auf Papier mit Karim Asir, dem international bekannten afghanischen Puppenspieler und Schauspieler – manchen als der „afghanische Charlie Chaplin“ ein Begriff. Auch wird Amu Nouruz, eine wichtige Figur der iranischen Volkskultur, nicht fehlen. Er erscheint jedes Jahr, um den Beginn des iranischen Neujahrs Nouruz anzukündigen. Für Kinder ab sechs bietet die Autorin Zilan Sarah Kößler gemeinsam mit der Illustratorin Clara Gilod eine Lesung mit Workshop zu ihrem Kinderbuch JINA an: Sie erzählt die Geschichte von Jina Amini, die sich 2022 in Iran gegen Ungerechtigkeit wehrte und eine globale Bewegung für Freiheit und die Rechte von Frauen auslöste.
Kulinarik und Markt
An Ständen werden traditionelle Speisen und Getränke angeboten. Ein Bazarbereich präsentiert handgefertigtes Kunsthandwerk. Das Programm wurde zusammengestellt von Mitgliedern von Integrationshelfer Meehr e.V., German Asssociation for Central Asia, Rojavida - Bildung und Kultur für Kinder e.V., Berlin, Mittani Kunst- und Kulturzentrum e.V., Yekmal- Verein der Eltern aus Kurdistan in Berlin e.V., San’at - Forum für Kunst, Kultur und Wissenschaft e.V. und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.
Ein Haus, vier Akteure: Die Vielstimmigkeit ist bereits in der Zusammenarbeit der Partner*innen angelegt. Im Humboldt Forum kooperieren die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Humboldt Labor sowie das Stadtmuseum Berlin mit der Berlin Ausstellung.




















































