Montag, 06.07.2026 17:10 Uhr

Spatenstich für die Begrünung am Schlossplatz

Verantwortlicher Autor: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss Schlossplatz, 22.06.2026, 22:40 Uhr
Presse-Ressort von: Axel Schmidt Bericht 1957x gelesen
 Spatenstich zur Begrünung der Südseite des Schlossplatzes
Spatenstich zur Begrünung der Südseite des Schlossplatzes  Bild: © Frank Sperling

Schlossplatz [ENA] Mit dem heutigen Spatenstich am 12. Juni beginnt die Umsetzung erster Maßnahmen für die Begrünung des südlichen Schlossplatzes am Humboldt Forum. Auf der bislang vollständig gepflasterten Fläche entstehen drei neue, großflächige Bauminseln. Mehr Informationen zum Projekt hier: humboldtforum.org

Sie schaffen einen grünen, ruhigen Ort und sorgen für zusätzliche Aufenthaltsqualität mitten in der Stadt. Die Pflanzung der Bäume wird über Baumpatenschaften finanziert. Die Bauminseln sind Teil des Projekts „Klimagerechter Umbau des Schlossplatzes“ am Humboldt Forum. Ausgangspunkt ist eine Machbarkeitsstudie des Landes Berlin und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, die im September 2024 gemeinsam mit der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss vorgelegt wurde. Die Planung entwickelte das Büro bbz Landschaftsarchitekten, das bereits den Wettbewerb zur Freiraumgestaltung des Humboldt Forums gewonnen und die Umsetzung begleitet hat.

Die Begrünung des Schlossplatzes setzt zentrale Nachhaltigkeitsziele des Humboldt Forums in den Bereichen Biodiversität sowie Grün- und Wasseroberflächen um. Sie ergänzt bereits bestehende Maßnahmen wie die größte Geothermie-Anlage Berlins, einen Regenwassersammler rund um das Humboldt Forum und Bienenvölker auf der Dachterrasse. Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt Forums, zum Baubeginn: „Das Humboldt Forum ist ein lebendiger Kulturort im Herzen Berlins, an dem sich Kunst, Wissenschaft und Geschichte auf besondere Weise verbinden und zur Auseinandersetzung auffordern.

Drei Bauminseln entstehen © bbz landschaftsarchitekten

Mit unseren neuen Bauminseln schaffen wir einen grünen Raum der Begegnung. Sie stehen exemplarisch für unser zentrales Anliegen: den internationalen Dialog zu fördern und die enge Verbindung zwischen lokalem Handeln und globalen Zusammenhängen erfahrbar zu machen.“ Konrad Schmidt-Werthern, Amtschef beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss: „Das Humboldt Forum soll ein Anziehungspunkt in der Mitte der Hauptstadt für alle sein.

Mit der Begrünung des südlichen Schlossplatzes wird das Humboldt Forum noch attraktiver: Es entsteht ein Ort zum Verweilen, zum Begegnen und zum Durchatmen – im Herzen Berlins und rechtzeitig zum fünfjährigen Jubiläum.“ Alexander Slotty, Staatssekretär für Bauen und Amtschef, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Der städtische öffentliche Raum muss heute mehr leisten als je zuvor – er muss atmosphärisch und gut gestaltet sein, dem Klimawandel trotzen und gleichzeitig sehr viel Aufenthaltsqualität bieten. Dass wir heute hier bei dem ersten Spatenstich zum Umbau des Berliner Schlossplatzes stehen, ist das Ergebnis einer intensiven und partnerschaftlichen Vorarbeit vieler Beteiligter.

Gemeinsam mit der Stiftung Humboldt Forum, dem Bezirksamt Mitte von Berlin sowie mit den beiden Hochschulen ESMT Berlin und der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ haben wir eine umfassende Planungsstudie erarbeitet, die die Grundlage für die nun beginnenden Baumaßnahmen ist. Damit wird der historische Schlossplatz für uns und kommende Generationen zu einem Ort mit besonderen Qualitäten.“

Zu den Baumpatenschaften

Am südlichen Schlossplatz am Humboldt Forum sind drei Bauminseln geplant, die mit insgesamt 18 verschiedenen Baumarten bepflanzt werden sollen. Die Bauminseln repräsentieren drei Kontinente und Klimazonen – Amerika, Europa / Mittelmeerraum und Asien – und erinnern an die Reisen von Alexander von Humboldt, der die Verbreitung von Pflanzenarten und ihre Beziehung zu Umweltfaktoren beschrieb. Das Pflanzkonzept nimmt diese Thematik auf, indem es unterschiedliche Klimaräume und angepasste Baumarten im Stadtraum sichtbar macht: von nord-amerikanischen Arten mit leuchtender Herbstfärbung über robuste heimische Gehölze bis hin zu mediterranen trockenheitsfesten Arten und der japanischen Kirschblüte.

Die vorgesehenen Baumarten wurden zudem nach Kriterien der Klimaresilienz und Biodiversität ausgewählt, etwa die Gleditschie als Bienenweide, der Judasbaum als frühes Blütenangebot oder die für Insekten und Vögel wertvolle Steinweichsel. Die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss stellt die bauliche Grundstruktur der Bauminseln her. Die Pflanzung der Bäume soll durch Spenden ermöglicht werden. Interessierte Spender*innen können eine Baumpatenschaft für ihren Wunschbaum übernehmen und anhand eines Steckbriefs auswählen.

Die möglichen Spendensummen betragen je nach Größe, Stammumfang und Wuchsform des Baumes 5.500 € / 6.500 € / 9.500 € / 11.000 € oder 14.000 €. Die Kosten für die Bäume beinhalten unter anderem: Wachstum und Pflege des Baums in der Baumschule, Transport, fachgerechter Einbau, Pflanzsubstrat, Unterpflanzung / Niederbewuchs sowie Fertigstellungspflege. Pflanzbeginn ist im Herbst 2026 mit einem gemeinsamen Angießen aller Baumpat*innen und Projektbeteiligten. Alle Baumpat*innen erhalten eine Urkunde, auf Wunsch erfolgt eine namentliche Nennung vor Ort.

Zur Auswahl stehen folgende Baumarten: Europäischer Zürgelbaum, Bauminsel Europa Amerikanischer Zürgelbaum, Bauminsel Amerika Gewöhnlicher Judasbaum, Bauminsel Europa Blumen-Esche, Bauminsel Europa Amerikanische Gleditschie, Bauminsel Amerika Sieben-Söhne-Des-Himmels-Strauch, Bauminsel Asien Gelb-Kiefer, Bauminsel Amerika Waldkiefer, Bauminsel Asien Yoshino-Kirschbaum, Bauminsel Asien Japanische Kastanien-Eiche, Bauminsel Asien

Flaumeiche, Bauminsel Europa Texas Eiche, Bauminsel Amerika Spanische Eiche, Bauminsel Europa Robinie Pink Cascade, Bauminsel Amerika Japanischer Schnurbaum, Bauminsel Asien Japanische Zelkove, Bauminsel Asien Ahorn Autumn Blaze, Bauminsel Amerika Libanon-Zeder, Bauminsel Europa. Ein Haus, vier Akteure: Die Vielstimmigkeit ist bereits in der Zusammenarbeit der Partner*innen angelegt. Im Humboldt Forum kooperieren die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Humboldt Labor sowie das Stadtmuseum Berlin mit der Berlin Ausstellung.

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