Montag, 26.02.2024 12:43 Uhr

200.000 Begleitungen in 15 Jahren

Verantwortlicher Autor: VBB GmbH Berlin, 16.01.2024, 17:25 Uhr
Presse-Ressort von: Axel Schmidt Bericht 3430x gelesen
Begleitservice
Begleitservice   Bild: @VBB GmbH

Berlin [ENA] Die Mitarbeiter*innen des VBB Bus&Bahn-Begleitservice haben in diesem Dezember die 200.000ste Begleitung realisiert. Seit 2008 begleiten sie mobilitätseingeschränkte oder unsichere Fahrgäste zu ihren Zielen von Tür zu Tür mit Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Der kostenlose Service innerhalb des Berliner Stadtgebiets wird von Montag bis Sonntag zwischen 7:00 und 22:00 Uhr angeboten. Mehr Informationen zum Barrierefreie Fahren im Öffentlichen Nahverkehr gibt es unter vbb.de/begleitservice. Der VBB Bus&Bahn-Begleitservice unterstützt bereits seit 15 Jahren erfolgreich mobilitätseingeschränkte Menschen bei der selbstbestimmten Nutzung der Busse und Bahnen in Berlin. Täglich werden zwischen 80 und 100 Begleitungen im 3-Schichtsystem durchgeführt. Die derzeit rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind speziell zu Mobilitätsfachkräften im ÖPNV qualifiziert und in roter VBB-Dienstkleidung gut erkennbar.

Für die Kundinnen und Kunden des Begleitservice eröffnen sich durch diese Dienstleistung mehr oder überhaupt Möglichkeiten, in Berlin unter Nutzung des ÖPNV selbstständig unterwegs zu sein. Zur Kundengruppe gehören u.a. seh- und geheingeschränkte Fahrgäste, blinde Menschen, Nutzer*innen von Rollstuhl und Rollator, und zunehmend auch Fahrgäste, die sich in komplexen Verkehrsanlagen und Umsteigebeziehungen unsicher fühlen und individuelle Hilfe benötigen. Die Kundinnen und Kunden des VBB Bus&Bahn-Begleitservice empfinden sich dabei nicht als Bittstellende von Hilfeleistungen, sondern als vollumfänglich Teilhabende mit einer selbstgewählten, angemessenen Unterstützung, die vom VBB Begleitservice in hoher Qualität flächendeckend umgesetzt wird.

Das Angebot ermöglicht den Kundinnen und Kunden Aktivitäten für vielfältige Lebensbereiche in unserer Stadt. Die Anlässe der Begleitungen reichen vom privaten Besuch, der medizinischen Versorgung, der allgemeinen Lebensführung bis zu Behördengängen. Aber auch Entlastung des Umfelds, Pflege der Sozialkontakte und sogar Aufnahme neuer Aktivitäten werden wieder möglich. Entsprechend der Nachfrage gibt es für kognitiv eingeschränkte Fahrgäste Unterstützungsangebote zum Erlernen des täglichen Wegs zur Schule, Ausbildung oder Arbeit mit dem Ziel, den ÖPNV auch selbständig nutzen zu können.

Ute Bonde, VBB-Geschäftsführerin

„Mobilität ist ein Menschenrecht! Seit 15 Jahren schon ermöglichen die roten Engel des VBB Bus&Bahn-Begleitservice für mobilitätseingeschränkte Menschen Wege, die allein unerreichbar wären. Viele Tausende Menschen haben so mit Unterstützung ihre Wege in Berlin sicher bewältigen können. Das erweitert den Aktionsradius, fördert Selbstvertrauen und ermöglicht Teilhabe am öffentlichen Leben. Auch für die Begleitenden ist diese Arbeit ein wertvoller Stabilisator, der Selbstbewusstsein fördert und ein regelmäßiges Einkommen ermöglicht. Ich werde alles daransetzen, dass dieser wertvolle Service auch in Zukunft mit gesicherter Finanzierung angeboten werden kann.“

Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung: „Der VBB Bus&Bahn-Begleitservice wird über unser Programm „Solidarisches Grundeinkommen“ finanziert und steht für gelebte Solidarität in doppelter Hinsicht. Vormals langzeiterwerbslose Menschen erhalten eine sozialversicherungspflichtige, tariflich vergütete Beschäftigung und sie unterstützen mit ihrer Arbeit mobilitätseingeschränkte Menschen im Berliner Nahverkehr. Das ist ein echter Gewinn für die Stadtgesellschaft, ein unverzichtbarer Beitrag zu barrierefreier Mobilität, zur inklusiven Stadt und für soziale Teilhabe in Berlin.

Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des VBB Bus&Bahn-Begleitservice für die geleistete Arbeit.“ Manja Schreiner, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Der VBB Bus&Bahn-Begleitservice ist ein gelungenes Beispiel, wie Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt und das Anliegen, mobilitätseingeschränkte Personen in ihrer Nutzung des Berliner Nahverkehrs zu unterstützen, Hand in Hand gehen. Die hohe Akzeptanz und Zufriedenheit bei den Nutzerinnen und Nutzern spricht für die hohe Qualität der vom VBB und dem Ausbildungsträger D&B gGmbH geleisteten Qualifikation und Einsatzplanung.

Ich wünsche mir, dass es weiterhin gelingt, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die erfüllende Tätigkeit im VBB Bus&Bahn-Begleitservice zu gewinnen.“ Wolfgang Steinherr, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Berlin Mitte: „Wir sind stolz, gemeinsam mit den Jobcentern im Agenturbezirk Teil des beeindruckenden Meilensteins von 200.000 Begleitungen durch den VBB Bus&Bahn-Begleitservice zu sein. Wir sind fest davon überzeugt, dass soziale Tätigkeiten wie der VBB Begleitservice nicht nur die Mobilität, sondern auch die berufliche Zukunft vieler Menschen positiv beeinflussen können.

Wir werden auch weiterhin mit vollem Engagement dazu beitragen, dass diese bedeutende Dienstleistung auch in Zukunft angeboten werden kann." Finanziert werden die Mitarbeiter*innen des VBB Bus&Bahn-Begleitservice hauptsächlich über das Berliner Arbeitsmarktprogramm „Solidarisches Grundeinkommen (SGE)“ über Sen ASGIVA (für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung) und einer Grundfinanzierung von Sen MVKU (Senatsverwaltung Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt). Um langfristig eine Unabhängigkeit von befristeten Finanzierungen der Beschäftigten und der Sachkosten zu erreichen, wird eine dauerhafte Aufnahme des VBB Bus&Bahn-Begleitservice Service in den Landeshaushalt ab dem Doppelhaushalt 2026/2027

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