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Mitgliederversammlung Special Olympics Deutschland

Verantwortlicher Autor: SOD e.V. Deutschland, 04.12.2025, 12:10 Uhr
Presse-Ressort von: Axel Schmidt Bericht 4153x gelesen
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Gruppenbild   Bild: © Sarah Rauch

Deutschland [ENA] Rund 130 Delegierte aus den 16 Landesverbänden von Special Olympics Deutschland (SOD), darunter im Sinne der Selbstbestimmung viele Athlet*innen, sowie weitere Gäste haben sich am 15. November 2025 zur Mitgliederversammlung im Palace Hotel in Berlin getroffen.

Gruppenbild: Mitglieder des Präsidiums von Special Olympics Deutschland (l-r): Manfred Wegner, Florian Maußer, Dieter Münch, Dennis Mellentin, Britta Ernst, Markus Ochsner, Mirjam Prahst Martinez, Christiane Krajewski, Alexander Indermark, Carsten Schmidt, Sven Albrecht und Louis Kleemeyer. SOD-Präsidentin Christiane Krajewski stellte ihre Rede unter das Leitthema: Wie erreichen wir mehr Teilhabe für Menschen mit geistiger Behinderung?. „Wir blicken auch 2025 auf ein bewegtes Jahr mit vielen Höhepunkten zurück. Special Olympics ist nicht mehr aus Sportdeutschland wegzudenken“, sagte sie zu den Delegierten.

Christiane Krajewski überreicht Gerhard Stiens, die Ehrennadel © SOD/ Sarah Rauch

Zudem erinnerte die SOD-Präsidentin an die Special Olympics World Winter Games in Turin im März 2025, bei denen das deutsche Team mit herausragenden Leistungen überzeugte. Durch die Medienallianz sei eine breite Berichterstattung gelungen, die Millionen Menschen erreichte und die Botschaft der Inklusion weit über den Sport hinaus in die Gesellschaft trug. „Auch die Landesspiele mit Tausenden Athlet*innen haben eindrucksvoll gezeigt, dass dieses Veranstaltungsformat mittlerweile fest in Deutschland verankert ist.“

Trotz der positiven Entwicklungen gibt es noch viel zu tun: „Die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung ist weiterhin unzureichend. Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen. Auch als Organisation wollen wir noch besser werden. Dafür brauchen wir Mut, Entschlossenheit und Gemeinschaft. 2018 haben wir den Aufbruch gestartet. Seitdem haben wir viel erreicht. Jetzt beginnt die Zeit des Wachstums“, sagte Krajewski. Für die Zukunft nannte sie klare Ziele: „Unser Verband entwickelt sich weiter und arbeitet immer professioneller. Wir haben die Bedingungen verbessert, damit mehr Menschen bei Special Olympics in Deutschland mitmachen können.

Unsere Angebote sind größer und vielfältiger geworden. Trotzdem bleiben unsere politischen Forderungen bestehen. Wir brauchen weiterhin verlässliche Unterstützung von der Landes- und Bundespolitik.“ In ihrer Rede hob sie auch ein großes Ereignis hervor: Die Gründung der SOD-Jugendorganisation in diesem Jahr ist ein herausragender Meilenstein. „Kinder und Jugendliche nehmen eine wichtige Rolle bei uns ein. Sie brauchen einen besseren Zugang zu Bewegung und Sport“, erklärte die SOD-Präsidentin. Sie forderte die Politik auf, inklusive Bewegungs- und Sportangebote stärker zu fördern. Schulen, Vereine und Freizeiteinrichtungen sollen besser zusammenarbeiten. Das ist besonders wichtig für eine zukünftige inklusive Kinder- und Jugendhilfe.

Darüber hinaus betonte sie die Bedeutung einer strukturellen Verankerung von Bildungsangeboten im Bereich Bewegung, Selbstvertretung und der Entwicklung wohnortnaher Teilhabechancen. Ebenso sprach sie sich für gezielte Unterstützungs- und Assistenzleistungen für Familien aus, um bestehende Barrieren abzubauen. Ein weiteres Ziel ist der Ausbau von schulischen und außerschulischen Wettbewerben für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung. Sie sollen auch bei bestehenden Wettbewerbsformaten mitmachen können. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Weiterentwicklung des Unified-Konzepts. So sollen inklusive Sportangebote langfristig gesichert werden. „Die Selbstbestimmung und Selbstvertretung unserer Athlet*innen bleiben die Kernauf

In seiner Rede hob SOD-Bundesgeschäftsführer Sven Albrecht hervor, dass die Sichtbarkeit der Athlet*innen und von Special Olympics Deutschland im Jahr 2025 erneut deutlich gesteigert werden konnte. Die World Winter Games in Turin und der Erfolg der Medienallianz seien dafür wichtige Beispiele. Ein besonderer Höhepunkt sei die erstmalige Vergabe der Auszeichnung „Special Olympics Sportler*in des Jahres“ im Rahmen der Gala Sportler des Jahres am 21. Dezember in Baden-Baden. „Das ist ein großer Erfolg für unsere Athlet*innen. Wir binden Partner, Landesverbände und Botschafter aktiv ein, um diese Bühne bestmöglich zu nutzen und die Sichtbarkeit weiter zu erhöhen“, so Albrecht.

Auch die Organisationsentwicklung sei 2025 entscheidend vorangekommen. Die Geschäftsleitung wurde erweitert und Kompetenzen gebündelt, um Entscheidungen schneller und effektiver treffen zu können. Mit dem laufenden Markenentwicklungsprozess werde zudem das Profil von SOD nach außen weiter geschärft und gestärkt. Abschließend blickte SOD mit großer Vorfreude auf das kommende Jahr. Dann wird das größte inklusive Multisport-Event Deutschlands, die Special Olympics Nationalen Spiele 2026, erstmals im Saarland ausgetragen. Erwartet werden vom 15. bis 20. Juni mehr als 4.000 Athlet*innen in 27 Sportarten sowie über 100.000 Besucher*innen. Website: www.specialolympics.de

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